VCA Amstetten NÖ : Union Raiffeisen Waldviertel - 21/01/2021 - Johann Pölz Halle Amstetten - Credit: Peter Maurer/VCA

Niederlage beim zweiten NÖ-Derby der Saison

Wie befürchtet schloss der VCA Amstetten NÖ die Toprunde der DenizBank AG Volley League Men als Vierter ab. Die Mostviertler konnten auch im sechsten Spiel der Zwischenrunde, bei dem sie auf Derbykontrahenten Union Raiffeisen Waldviertel trafen, keinen Punkt anschreiben. Nach mehr als einer Stunde Spielzeit gewannen die favorisierten Nordmänner auch das zweite Derby der Saison klar, diesmal mit 25-17, 25-14 und 25-21.

„Die Toprunde war der erwartet schwere Kampf gegen die drei besten Teams Österreich. Sie haben uns gezeigt, wo wir uns noch verbessern müssen um in den nächsten Jahren dort mitspielen zu können. Das ist unser Ziel und daher waren diese sechs Spiele für die Entwicklung der Mannschaft einfach sehr positiv“, erklärte VCA-Sportdirektor Michael Henschke nach dem Match, das er erneut selbst von der Trainerbank aus leitete.

Zu Beginn der Partie konnten die Mostviertler gegen den Derbykontrahenten lange gut mithalten. Erst in der finalen Phase konnten sich die Nordmänner nach einer guten Serviceserie entscheidend absetzen. „Wir waren wirklich auf einem guten Weg, aber es ist halt schwierig gegen ein so ausgeglichenes Team, dass uns in fast allen Elementen überragt“, so Henschke, der wenige Tage vor dem Match mit Alan Wasilewski eine seiner Stützen im Mittelblock verlor.

Dessen Frau Iga, Nationalteamspielerin in Polen, zog sich eine schwere Beinverletzung zu, wodurch Wasilewski in seine Heimat zurückkehrte um sich um sie zu kümmern und somit für den Rest der Saison ausfällt. Mit dem Steirer Ulve Steidl, den Henschke als Unterstützung für die Playoffs gewinnen konnte, stand aber ein guter Ersatzmann parat. „Er hat sich von Beginn an super in das Team eingefügt und hat eine tolle Partie gespielt. Das war wirklich Glück im Unglück, dass wir ihn für den Rest der Saison noch verpflichten konnten“, erklärte Henschke.

Der erste Durchgang ging mit 17-25 aus Sicht der Amstettner verloren. Im zweiten Satz drehten die Hausherren in der Sporthalle Zwettl sogar noch einen Gang höher, gewannen diesen klar mit 14-25. Nachdem beide Teams dann ihre Aufstellungen bunt durchmischten, fanden die VCA-Spieler mit neuem Aufspieler Alexander Spring besser in die Partie, verloren aber den dritten Durchgang mit 21-25 und somit das Match mit 0-3.

Bereits am Sonntag wartet auf die Mostviertler die nächste Mammutaufgabe. Zum siebten Mal in der Geschichte des Vereins schafften sie den Einzug in das Österreichische Cupfinale. Im Kampf um einen möglichen fünften Titel wartet mit dem SK Zadruga Aich/Dob der Serienmeister der letzten Jahre. „Als wäre die Aufgabe nicht schon schwer genug, veranstalten sie auch das Finale in ihrer Halle und wir haben die lange Anreise zu machen. Sie sind der große Favorit, aber sie haben damit auch den ganzen Druck. Vielleicht ist genau das eine Chance für uns“, blickte Henschke auf das Spiel voraus, welches am Sonntag um 20:15 Uhr stattfindet und live auf ORF Sport+ übertragen wird.

Toprunde DenizBank AG Volley League Men
Union Raiffeisen Waldviertel – VCA Amstetten NÖ   3 – 0
25-17, 25-14, 25-21
Topscorer: Daan Streutker (15), Martin Licek, Artur Vincelovic (je 10) bzw. Eduardo Romay (9), Fabian Kriener, Ulve Steidl (je 6)